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Juni 2016

Die Mutgeschichte im Juni kommt von Nicole

Von Anfang an verfolge ich nun schon Euer „Mutige Schritte“-Projekt und finde es sehr spannend.
Von all den Aufrufen habe ich mich nie angesprochen – oder er-mut-igt gefühlt, ebenfalls etwas zu
diesem Projekt bei zu tragen. „Was habe ich schon „Mutiges“ in meinem Leben getan oder erlebt?“
habe ich mich gefragt. Und: „Das will doch keiner wissen!“ hallte es aus einer anderen Ecke meines
Inneren, von wo aus ich mich schon oft in meinem Leben mit meinen von außen konditionierten oder
eigens kreierten Glaubenssätzen „klein“ gemacht habe.
Der Emailaufruf zum „Endspurt“ der Aktion läßt mich damit inne halten und ich reflektiere meine
bisherige Einstellung dazu. Mutig. Denn was man selbst im Spiegel erblickt, wenn man sich selbst und
seine Muster genauer beleuchtet, ist oft nicht so schön, wie man es gerne hätte. 😉 Nicht so glänzend,
wie die Fassade, die man nach außen versucht aufrecht zu erhalten und oft auch sogar
angsteinflößend. Und so überprüfe ich meine beiden Sätze „Was habe ich schon „Mutiges“ in meinem
Leben getan oder erlebt?“ und „Das will doch keiner wissen!“ auf ihre Richtigkeit.
Ich stelle schnell fest, dass ich durchaus schon viele mutige Dinge in meinem Leben getan und erlebt
habe und dass sogar außerordentlicher Mut mich werden ließ, wer ich bin. Mein Leben, mein
Schicksal – oder welchen Namen man der „Zeit“, die man hier verbringt, auch immer geben mag, hat
mich von frühester Kindheit an immer wieder vor schwere Herausforderungen gestellt und nicht selten
haben mich die Erlebnisse emotional und psychisch in die Knie gezwungen. Wenn ich in diesem
Moment jetzt darauf zurück blicke, war es am Ende immer Mut, der mich wieder aufstehen und weiter
gehen ließ. Mutig jede weitere Herausforderung und Prüfung annehmend. Mut war es, der mich in
meinem Leben schon so manchen Beruf ausprobieren ließ, bis ich letzten Endes meiner Passion
nachgehen und sie leben kann: dem Singen und dem Begleiten von Menschen bei ihrer persönlichen
Entwicklung als Sänger oder Sängerin.
Ohne den Mut, mich immer wieder selbst zu reflektieren, und ohne den Mut, meiner eigenen
Geschichte immer wieder selbst zu begegnen, wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin. Und meine
Reise ist noch lange nicht zu Ende. Ich begegne meinen eigenen Schatten immer wieder voller Mut
und stecke meine Themen und Blockaden nicht einfach beiseite und verharmlose vor mir selbst nicht
alles mit einem Lächeln. Ich wurde im Laufe der letzten Jahre immer mutiger, mir selbst offen und
ehrlich zu begegnen und als Erwachsene die Wunden meines inneren Kindes liebevoll mit Achtung
und Wertschätzung zu heilen.
Und ob das alles jemand wissen will? :-) Ich glaube, das spielt für mich gerade keine Rolle mehr.
Alleine die Tatsache, mich für diese Augenblicke damit zu befassen, „es“ mal auszusprechen oder
aufzuschreiben, mutig den Blick zurückzuwerfen und festzustellen – Wow! Ich war aber schon ganz
schön oft in meinem Leben richtig mutig – lässt mich voller Mut in die Zukunft blicken und „JA!“ zu
sagen, zu all dem, was da noch kommen mag!
Darum möchte ich Euch Danke sagen, dass Euer Projekt mich daran erinnert, wer ich bin und wie
mutig ich wirklich bin!

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©Franziska Molina