Raus aus dem Schneckenhaus!

Ein Gastbeitrag von Grufti Hexe:

Hallo zusammen,

ich habe zum Thema MUT das für euch mitgebracht. Ich habe das geschrieben, als es nach vielen Tiefs endlich wieder bergauf ging, um zu zeigen, dass man immer einen Weg findet.

Lebensschmerz

Alles ist so schwer wie Blei,
Trägheit, Schmerz, geht das denn nie vorbei.
Tränen füllen meine Augen schwer,
mein Geist und mein Herz fühlen sich so leer.
Einsamkeit frisst mich innerlich auf,
der Kampf ums Überleben nimmt seinen Lauf.
Kraftlos lebe ich vor mich her,
kann bald nicht mehr, denn der Antrieb ist leer.
Finde keinen Grund, um weiter zu machen,
nichts finde ich mehr, nicht einmal mehr mein Lachen.
Schwer ruht das Nichts und die Stille,
wo ist nur mein Mut und mein Lebenswille.
Warum nur komme ich nicht mehr dagegen an,
was habe ich nur alles falsch in meinem Leben getan.
Warum das Leben mich derart bestraft
und mich verbannt ins Dunkle, in die Einzelhaft.
Meine Seele ist derzeit so verletzlich und kalt,
nichts gibt mir mehr so richtigen Halt.
Ich will doch nur leben ohne diesen ständigen Schmerz,
möchte lachen und Frieden finden in meinem Herz.
Ziehe mich zurück und versuche zu heilen
Wie lange ich dort bin, …???
… Narben brauchen sehr lange um zu verheilen.
Und so sitze ich wieder da und schaue und fühle tief in mich hinein
kann nichts sehen außer einem dunklen schwarzen Stein.
Mit vielen Furchen, Kanten und Ecken,
tief verborgen in mir versucht er sich zu verstecken.
Ich versuche ihn zu fühlen, ihn zu greifen,
doch so sehr ich mich auch mühe, ich kann ihn nicht erreichen.
Warum nur fühle ich mich ganz oft so leer,
mein Körper, mein Geist sind träge und wollen nicht mehr.
Was ist das in mir, das da ist so dunkel und schwer
und gibt mir mein Lachen, meinen Frohsinn nicht mehr her?
Hab ich es dort verschlossen, ganz tief in mir verborgen,
damit ich frei leben kann ohne Schmerz, ohne Sorgen?
Also schau ich nochmal tief in mich hinein
und betrachte in Ruhe den dunklen schwarzen Stein.
Da erkenne ich Momente des Leidens und des Schmerz‘
und spüre, das Dunkle da unten, das ist ja mein Herz.
Das Leben wohl in mir schon solch viele Furchen gewetzt,
meine Augen mein Gesicht oft mit Tränen benetzt.
Hat all das mein weiches Herz zu einem Stein gemacht,
dabei hatte ich Freude am Leben und gerne gelacht.
Doch spüre und fühle ich es noch in mir, das Leben,
also gibt es noch Hoffnung, und ich werde nie aufgeben.
Ich erkannte, dass man gegen diese Angst kämpfen kann,
mit kleinen Schritten fängst Du wieder zu leben an.
Mit jedem Schritt, den Du wagst aus dem einsamen Schneckenhaus
fühlst Du dich sicherer und findest den Weg
aus dem Schmerz und der Angst hinaus.

Lebensschmerz

© Grufti Hexe